3 - 8 - 20: Drei Jahre, acht Monate und zwanzig Tage dauerte Pol Pots Herrschaft, während welcher das kambodschanische Volk um 2 bis 3 Millionen Menschen auf rund 5 Millionen reduziert wurde. Dimensionen, die mit den Schrecken der Nazizeit vergleichbar sind.
In Phnom Penh folterten die Roten Khmer Zehntausende Menschen im berüchtigten Toul Sleng-Gefängnis, einer ehemaligen Mittelschule. Davon habe ich in meinem Blog im Jahr 2009 geschrieben. Die meisten hier gefolterten Menschen wurden schliesslich nach Choeung Ek gebracht, den "Killing Fields", wo sie barbarisch umgebracht und in Massengräbern verscharrt wurden.
Gedenkstupa in Choeung Ek, wo die Gebeine Zehntausender dort in Massengräbern gefundenen Menschen in einem Plexiglasturm aufbewahrt werden.
Kleider von umgebrachten Menschen - Männern, Frauen und auch Kindern.
Tausende von Schädeln zeigen das ungeheure Ausmass des Genozids.
Die Pol Pot-Schergen begingen dort die schlimmsten Verbrechen, die man sich vorstellen kann.
An diesem Baum schlugen die Vollstrecker kleine Kinder, bis sie tot waren.
Hinweisschilder, die aufzeigen, was man weiter Schreckliches an diesem Ort anstellte:
Unfassbar, auch heute noch! "Dass man aus der Geschichte nichts lernt", sagt mir eine sichtlich tief berührte US-Grossmutter.Tatsächlich, dieser Genozid war nach den Ereignissen im Zweiten Weltkrieg nicht der letzte. Ohne lange nachzudenken, kann man verschiedene Ereignissen in Afrika aufzählen oder, wenn man nicht so weit gehen möchte, die Massaker von von Srebrenica.
Und ein chinesischer Familienvater, der mit Frau und Kind ebenfalls tief mitgenommen diese schrecklichen Tafeln studiert, sagt, er sei mit seiner Familie hierher gekommen, weil die weit verbreiteten Gruppenreisen der wirtschaftlich immer stärker werden chinesischen Mittelschicht weder das Tuol Sleng Gefängnis noch die Killing Fields auf dem Programm hätten. "Damals waren wir halt mit dem Pol Pot-Regime befreundet", schliesst er. Ja, wirtschaftlich ginge es China schon besser, meint er, aber politisch sei noch viel Entwicklung nötig.
Auf dem Gelände von Choeung Ek war vor den schrecklichen Ereignissen ein Obstgarten und ein Chinesischer Friedhof. Diese Steine zeugen davon als letzte Überreste.
Weitere Informationen beim Documentation Center of Cambodia.
Weitere Informationen beim Documentation Center of Cambodia.
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